Gute Webkataloge nach google´s Vorbild
Google hat sich im eigenen Weblog zu der Problematik und den Diskussionen rund um die Webkataloge geäußert. Google nimmt hier Stellung warum in der letzten Zeit immer mehr Webkatalog abgestuft worden sind. Doch der Reihe nach.
Webkataloge die im Index von google sehr gute Platzierungen erreichen müssen die Qualitätsstandards von google erfüllen und dem Besucher guten bis sehr guten Content anbieten. Weiterhin müssen diese Webkataloge ein gewisses Maß an sinnvollen Einträgen besitzen (welches Maß bleibt offen) und sie müssen irgendeinen redaktionellen Service bieten. Der Zweck von Webkatalogen, dem Besucher wichtige Webquellen in Kategorien sortiert anzubieten, bleibt außer Frage.
Was sind nach google´s Meinung die Grundvoraussetzungen für einen guten Webkatalog?
- Ein klares Thema, am besten ein thematisch fokussierte Webkataloge (Nischenverzeichnis), sollte von dem Betreiber bevorzugt werden. Je allgemeiner so ein Webkatalog aufgebaut ist, desto schwerer sei es einen qualitativen Webkatalog zu erstellen.
- Für den Katalog sollte eine übersichtliche Struktur mit thematisch passenden Kategorien gewählt werden. Weiterhin sollte genauestens darauf geachtet werden, dass die eingetragenen Webseiten auch 100prozentig in die Kategorie passen. Das Thema der eingetragenen Webseite muss somit genau zu dem Thema der Kategorie passen.
- Alle Eintragungen sollten bezüglich der Beschreibungen genauestens geprüft werden. SPAM-Einträge sollten auf keinen Fall freigeschaltet werden.
- Der Webkatalog sollte um verschiedene Themenbereiche erweitert werden, man sollte sich nicht nur auf die Sammlung thematisch passender Links beschränken. Google empfiehlt hier weiterführende informative Beiträge oder einen passenden Blog, sowie eine Diskussionsplattform (Forum, Community).
- Webkataloge sollten keine Backlinkpflicht besitzen, denn diese verstößt gegen die google-Richtlinien und werden weiterhin abgewertet werden. Die Eintragenden sollten selbst entscheiden ob und wann sie einen Backlink (egal welcher Art) setzen.
Damit ist klar, dass der hundertste allgemeine Webkatalog mindestens einer zu viel ist. google legt mit dieser Veröffentlichung großes Augenmerk auf einen Mehrwert des Webkataloges für den Besucher.
Einige Gedanken zu diesem Thema
Wenn man sich die Äußerungen einmal genauer zu Gemüte führt, dann wird man schnell zu der Erkenntnis kommen, dass die Zeit der schnell erstellten Webkataloge bald endgültig vorbei sein könnte. Wenn es nach google geht, dann muss der Betreiber des Webkataloges wöchentlich alle eingetragenen Links prüfen und vergleichen ob diese noch in die eingetragene Kategorie passen. Sollte dies nicht der Fall sein, dann muss er zügig handeln. Wer hier einen Katalog mit mehr als 100 Einträgen besitzt, für den ist dies nicht zu schaffen.
Wird damit die Zeit der freien Editoren eingeläutet?
Müssen nun die Webkatalogscript-Hersteller (wie etwa easyLink) reagieren und Editoren-Zugänge programmieren?
Wenn es nach google geht, dann ist dieser Trend nicht mehr aufzuhalten. Damit könnten auch kostenlose Einträge in Webkataloge in den nächsten Monaten verschwinden, da die Arbeit des Betreiber und seiner Editoren bezahlt sein will. Kostenpflichtige Einträge könnten bald die Regel darstellen.
Zusätzlich gilt es (lt. Google) passenden zusätzlichen Content anzubieten, und sich nicht nur auf die Sammlung von Links zu versteifen. Somit sind die Zeiten von reinen, alleinstehenden Webkatalogen vorbei. Sie verändern sich hin zu einem Teil einer Webseite.
Erweiterungen für Webkataloge
Nun stellt man sich als Webkatalogbetreiber die Frage nach sinnvollen Erweiterungen (um guten Content) für das bestehende Projekt, um damit langfristig weiterhin erfolgreich zu bleiben.
Ist es nun sinnvoll einen thematischen Webkatalog um ein Artikelverzeichnis zu ergänzen? Diese Idee macht nur dann Sinn, wenn:
- in dem Artikelverzeichnis passende Beiträge, zum Thema des Webkataloges, verfasst werden,
- die Beitrage nicht mehrmals im Web veröffentlicht sind,
- es in dem Artikelverzeichnis nicht vielfache Beiträge zu deinem speziellen Thema gibt (Bsp.: 100 Beiträge rund um Metatagoptimierung) und
- alle veröffentlichten Beiträge ebenfalls laufen redaktionell betreut werden.
Zu mindestens muss man sich über seinen bestehenden Webkatalog Gedanken machen, ob dieser auch in Zukunft so erfolgreich sein wird, oder man Änderungen/Erweiterungen vornehmen muss.
Jedoch sollte aufgrund der google-Äußerungen nun anfangen an seinen Webkatalog ein Forum oder Blog anzuhängen und diese schnell mit Inhalten zu füllen. Eher ein paar Nächte darüber schlafen und Informationen andere Webkataloge, wie Branchenverzeichnisse etc, sammeln und sich eine effektive Strategie zurechtlegen.
Schade wäre es auf jeden Fall, wenn Webkataloge aus dem Internet verschwinden würden.
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[...] paar erste Gedanken wie eine Software für Webkataloge aufgebaut sein sollte, hat sich bereits Frank Bergmann in seinem Blog gemacht und in vielen Punkten bin ich mit ihm auf einer Linie. Insbesondere [...]
>Schade wäre es auf jeden Fall, wenn Webkataloge aus dem Internet verschwinden würden.
Findest Du?
Ich hasse diese überflüssigen Linkberge, bringt doch keinem was.
Nofollow hasse ich übrigens auch.
UND Stefan hasste den IE7, denn seine Seite wird dort geschreddert angezeigt.
Ich find Webkataloge sehr nützlich und zusammen genommen kommen immer so einige Besucher. Möchte nur wissen, warum Go00gle es so speziel auf Webkataloge abgesehen hat, bei den meisten Seiten nehmen se es doch auch nicht so genau.
Finde die Gedanken hier sehr gut und überlege nun einiges davon zu übernehmen. Vieleicht gibts ja bald nur noch Webkatalog-Artikel-Blog-Social-Bookmark-Verzeichnisse ^^