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Erfolgreich im Web verkaufen

Ein eigener Online-Shop ist mittels im Internet zu findenden Shop-Scripts schnell erstellt. Doch bereits mit dem Erstellen der ersten Produktkategorien und Artikelbeschreibungen beginnt das aktive Verkaufen. Hier kann es sich schon entscheiden, ob das Shop-Projekt ein Erfolg oder ein Misserfolg wird.

Worauf gilt es dabei zu achten, damit der Online-Shop auch ein erfolgreicher Online-Shop wird? Nachfolgende Punkte beziehen sich rein auf den Bereich Online-Shop. Externe Erfolgsfördernde Elemente wie Suchmaschinenoptimierung oder Suchmaschinenmarketing werden in dieser Betrachtung außer Acht gelassen.

Kategorien
Mit der Anlage der Kategorien beginnt bereits der Verkaufsprozess. Sind diese selbsterklärend, beschreibend und treffend gewählt? Kann der Besucher erkennen welche Produkte sich darin verbergen ohne darauf zu klicken? Es bringt oft nichts für Kategorien Fachbegriffe auszuwählen, denn diese sind nicht für alle Besucher verständlich.
Aus ON-Page Optimierungsgesichtspunkten ist der Einsatz von kategoriebezogenen Beschreibungstexten zu empfehlen. Diese können helfen dem Besucher Fragen zu den Produkten innerhalb der Kategorie zu klären.
(Weitere Informationen sind in den Beiträgen Kategorie- und Schlagwort-Seiten optimieren oder in Textanalyse und Textoptimierung zu finden.)

Artikel/Produkte
Eine Artikelbeschreibung ist das Wichtigste online Verkaufsargument! Daher sollten diese gut durchdacht und ausreichend informativ verfasst werden. Beschreibende Texte, detaillierte Produktinformationen und Zubehör gehören genauso dazu, wie Downloads von Zusatzinformationen. Diese Artikelbeschreibung kann unter Umständen noch mit Bildern, Videos, Downloads oder Flashanimationen veranschaulicht werden. Kundenmeinungen, FAQ-Fragen und vieles mehr können in die Artikelbeschreibungen integriert werden.
Jedoch sollte der Kunde nicht erst lange scollen müssen um zum Einkaufsbutton zu kommen. Tipp: Ein Foto incl. kurzer Beschreibung und den Einkaufsbutton in der oberen Hälfte der Seite einbinden. Detaillierte Beschreibungen, weitere Fotos, etc. sollten in der unteren Hälfte eingesetzt werden.

Suche
Der Besucher muss von jeder Seite aus Zugriff zur Online-Shop-Suche haben. Daher sollte diese stets sichtbar in das Design eingebunden werden. Echtzeit-Suche, „Meinten Sie etwa:“, etc. sollten zu den Standardfunktionen einer Shop-Suche gehören.

Navigation
Die Navigation im Webshop sollte stets sichtbar, klar definiert und leicht zu bedienen sein. Lange Klickprozesse schrecken jeden Kunden ab. Bis zum Finden des gewünschten Produktes sollten 3-5 Klicks reichen!

Design
Das Design eines Online-Shops sollte thematisch zu den verkauften Produkten passen. Dabei gilt es zu beachten das die Produkte im Vordergrund stehen, und nicht das Design. So ist oft bei Webshops das Gegenteil zu sehen, die Designs sind voller grafischer und bildbezogener Elemente. Dagegen sind die Produkte nur mit knappen Texten eingebunden. Dies kann die Besucher unnötiger Weise von einem Kauf ablenken, auch wenn die Produkte günstig sein sollten. Vergessen Sie dabei nicht eine kleine 16×16 Pixel große Grafik, das Favicon.

Impressum
Ein richtig und vollständig ausgefülltes Impressum schafft bereits erstes Vertrauen. So ist es nicht verwunderlich das unter den TOP20-Seiten eines Webshops (diese lassen sich mittels eines Blickes in den Counter schnell herausfinden) auch die Impressum-Seite zu finden ist. Besucher wollen Sicherheit und ein ausgefülltes Impressum ist der erste Schritt in diese Richtung.

Zertifizierung
Wer gern die Zuverlässigkeit des eigenen Shops nach außen hin zeigen möchte, der kann dies mit einer Zertifizierung erledigen. Anbieter wie trustedshops.de und euro-label.com führen diese Zertifizierungen kostenpflichtig durch. Nach einer erfolgreichen Zertifizierung, sind Sie berechtigt deren Gütesiegel auf Ihren Webseiten einzubinden.
Tipp: Diese Siegel sollten sichtbar eingebunden werden, denn dies schafft bei dem Kunden Vertrauen und gibt ein Gefühl von Sicherheit! Eine extra dafür angelegte Unterseite würde den gewünschten Effekt nicht hervorrufen.

Kundendaten
Veröffentlichen Sie Informationen darüber, was mit den eingetragenen Kundendaten passiert. Verwerfen Sie Zweifel über die Sicherheit der eingegebenen Daten. Weisen Sie ggf. auf eine sichere SSL-Verbindung hin.
Tipp: Fragen Sie nur die Daten ab, die auch wirklich unbedingt notwendig sind! Zusätzlich ist es ein Muss eine Datenschutzerklärung sichtbar einzubinden.

Zusätzliche Kosten
Einige Online-Shops werben mit sehr günstigen Preisen. Doch kurz vor dem Abschluss einer Bestellung bekommt der Kunde zusätzliche Kosten auf seinen Einkauf addiert, wie etwa Versandkosten, Mindermengenzuschlag, Logistikkosten, etc. Besser ist es den Kunden bereits vor dem Bestellprozess auf alle zusätzlichen Kosten hinzuweisen.

Bezahlmethoden
Die meisten Webshops nutzen herkömmliche Bezahlverfahren, wie Überweisung, Lastschrift und Kreditkarte. Eine weitere Käuferklientel kann mit Internetbezahlformen wie Paypal, Firstgate, Moneybookers und iPayment angesprochen werden. Diese bieten zusätzlich den Vorteil das Einkäufe schneller abgewickelt und damit auch die Waren schneller versandt werden können.

Notwendige Informationen zum Bestellprozess
Nachdem der Kunde bereits über alle möglichen Kosten informiert worden ist, sollte er auch alle wissenswerten Informationen zu den Lieferbedingungen und Lieferzeiten erfahren. Ein Kunde, der alle wichtigen Informationen bekommt wird eher wieder kaufen, als ein Kunde der oft mit offenen Fragen zurückgelassen wird. Hier spielen auch rechtliche Fragen und Informationen wie Rückgaberecht, etc. mit hinein.

Druckausgabe
Viele Kunden möchten die abgegebene Bestellung gern ausdrucken um diese Informationen aufzubewahren. Daher bietet es sich an am Ende des Bestellprozesses einen optimierten Ausdruck anzubieten, oder alle wichtigen Informationen per Email an den Käufer zu senden.

Warenkorb
Der Warenkorb an sich sollte stets sichtbar und anklickbar sein. Der Kunde soll jederzeit darauf zugreifen und notwendige Änderungen einpflegen können.

After-Sales Service
Viele Kunden suchen den persönlichen Kontakt zu einem Mitarbeiter des WebShops um aufkommende Fragen direkt mit einem Menschen klären zu können. Aus diesem Grund kann es vorteilhaft sein eine Telefonnummer mit anzugeben, unter dessen die Kunden einen persönlichen Ansprechpartner finden.

Achtung: Der Webshop muss mit den hinterlegten Informationen die Produkte allein verkaufen! Sind die Informationen nicht umfangreich genug, dann haben die Kunden fragen die persönlich geklärt werden müssen.

Technik
Halten Sie das Onlineshop-Script und alle zusätzlich verwendeten Scripts stets aktuell. Sollte ein Script-Anbieter längere Zeit keine Updates bieten, dann ist eventuell ein Umstieg auf ein anderes Script mit den gleichen Funktionen in Betracht zu ziehen.
Bevor Sie mit Ihrem Shop auf einen neuen Trend reagieren (Responsive Webdesign, AMP, Echtzeitsuche, Apps, neue Bezahlmethoden etc.), stellen Sie einen reibungslosen und sicheren Start sicher.

OnPage-Optimierung
Nutzen Sie alle technisch und inhaltlich mögliche Ansatzpunkte zur OnPage-Optimierung des eigenen Webshops. Achten Sie auf schnelle Ladezeiten, einen fehlerfreien Quellcodeund den Einsatz von Caching-Funktionen an den richtigen Stellen (Caching ist nicht überall sinnvoll).

Fazit: Ein Online-Shop ist stets Änderungen und Anpassungen unterworfen um erfolgreich verkaufen zu können. Die Qualität und die Preise der Produkte kann der Shopbesitzer nur selten aktiv beeinflussen, den Online-Shop dagegen schon!

    Kategorien: Konzepte
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